Sitzmöbel für Schwergewichtige.

Prüfmethoden für mehr Produktsicherheit

Projekt Beschreibung

Gemeinsam mit dem Institut für Mechatronik Chemnitz e.V. und der Professur für Arbeitswissenschaften und Innovationsmanagement der TU Chemnitz startete das Institut für Holztechnologie Dresden (IHD) am 1. August 2016 ein Forschungsprojekt zum Thema „Methodenentwicklung zur Analyse des Benutzungsverhaltens von Sitzmöbeln durch Schwergewichtige und Ableitung konstruktiver, ergonomischer und sicherheitstechnischer Anforderungen zur Schaffung einer neuen Prüfung“ (Kurzbezeichnung: Schwerlastmöbel).
Möbelprüfungen im europäischen Raum gehen bei den Prüfparametern von Benutzern aus, die ein Gewicht von 110 kg nicht überschreiten. Studien zufolge gibt es jedoch immer mehr Menschen, die ein weitaus höheres Gewicht haben. Eine einfache Extrapolation der Prüfbedingungen ist hierbei jedoch nicht sinnvoll, da sich durch das Gewicht auch das Benutzungs-verhalten und die Körperproportionen verändern.
Für die vorrangig Klein- und mittelständischen Möbelproduzenten stellen die fehlenden Nachweismethoden eine Einschränkung für den Marktzugang dar, da die Eignung für schwergewichtige Nutzer nicht nachgewiesen werden kann und somit keine Produktsicherheit besteht.
Ziel des Projektes ist es, die veränderten Bewegungsabläufe zu erfassen und eine neuartige Prüftechnik zu entwickeln, mit der die spezifischen Belastungen gemessen werden können. Darüber hinaus sollen konstruktive und ergonomische Anforderungen ermittelt werden, die aus der veränderten Körperform der schwergewichtigen Benutzer resultieren.
Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi, FKZ 18636 BR) gefördert und ist mit einer Laufzeit von 30 Monaten geplant.
Ansprechpartner für das Projekt „Schwerlastmöbel“ ist Frau Linda Geißler (E-Mail: linda.geissler@ihd-dresden.de).

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